| Der Rundfunk
• Wie alles begann... Die erste Radiosendung überhaupt wurde am Weihnachtsabend 1906 in Brant Rock, Massachusetts von Reginald Fessenden übertragen. In Deutschland fand die erste Rundfunkübertragung erst am 22.12.1920 über den Sender Königs Wusterhausen der Reichspost statt. Postbeamte spielten auf mitgebrachten Instrumenten, sangen Lieder und trugen Gedichte vor. Der Funkerberg im heutigen deutschen Bundesland Brandenburg gilt daher als die Geburtsstätte des öffentlichen Rundfunks in Deutschland. Als Geburtsstunde des deutschen Rundfunks gilt der 29. Oktober 1923. An diesem Tag wird die erste Unterhaltungssendung in Berlin aus dem Vox-Haus in der Potsdamer Straße 10 ausgestrahlt. Der drahtlose Rundfunk basiert auf der Entdeckung der elektromagnetischen Wellen durch Heinrich Hertz im Jahre 1886. Guglielmo Marconi übertrug diese Entdeckung auf die Übertragung telegrafischer Nachrichten: Im Jahre 1897 gelang ihm erstmals eine drahtlose Übertragung über die Distanz von fünf Kilometern. Tatsächlich präsentierte am 7. Mai 1895 Alexander Popow erstmals diese Technologie in der Staatlichen Universität Sankt Petersburg. Am 24. März 1896 übermittelte seine Versuchsanordnung die Wörter "Heinrich Hertz" an eine 250 Meter entfernte Empfangsstation. 1943 entschied das Oberste Patentgericht der USA, dass Tesla der Erfinder des Radios sei. Geschichten über legendäre nostalgische AM-Sender Viele Lang-, Mittel- und Kurzwellensender mussten der technischen digitalen Entwicklung leider weichen. Einige davon dürften dem ein oder anderen noch in guter Erinnerung sein. Von einigen dieser Sendern gibt es hier nun ein paar Infos zu lesen.
Nun wurden auch die letzten 2014/2015 noch betriebenen AM-Sender
abgeschaltet die in nachfolgender Tabelle aufgeführt sind. Ein ganzer Verbreitungsweg wird gestorben sein. Ein interessanter Artikel dazu ist >hier< zu finden.
Updates 16.12.2025 Vertauschte Koordinaten bei Deutschlandfunk Kultur korrigiert. (Danke an Andreas N.) Ist die Langwelle schon tot? Nicht ganz, ein wenig zuckt sie noch. Allerdings nur noch im Ausland. Hier noch eine kurze Liste der übrig gebliebenen Sender:
Ist die Mittelwelle schon tot? Nun, hier sieht es nicht viel anders aus als bei Langwelle. Aus zeitlichen Gründen verweise ich dazu auf eine Seite bei Wikipedia. Und was ist mit der Kurzwelle? Bis auf die Großfunkstelle Nauen bei Brandenburg, den ältesten noch bestehenden Sender, welcher zumindest manchmal stundenweise sendet und z.B. auch von der Deutschen Welle zeitweise genutzt wird. Da geht es dann aber nur noch um Bruchteile des Programms. Wir sprechen hier etwa über die Übertragung der Fußball-Bundesliga nach Afrika. Laut aktuellem und seit 14. Oktober 2025 geltenden Wintersendeplan strahlt sie in den Sudan nur noch Sendungen in arabischer Sprache über Kurzwelle aus. Dabei handelt es sich um zwei Sendungen, die jeden Mittwoch von 13:15 bis 14:00 auf 15390 kHz und 17570 kHz über die Sender Issoudun in Frankreich und als Wiederholung von 19:30 bis 20:15 Uhr MEZ (deutsche Winterzeit) auf 11830 kHz und 15275 kHz über Nauen ausgestrahlt werden. Nur eine kleine Fußnotiz macht auf das bevorstehende Sendeende des arabischen Dienstes der Deutschen Welle auf Kurzwelle aufmerksam. Ihr kurzer und bündiger Text: "until 31.12.25", also nur noch bis zum 31. Dezember 2025. Der Sender Nauen wird/wurde abwechselnd von verschiedenen Radiostationen angemietet und sendete deren Programm je nach Tageszeit auf den Kurzwellenbändern 49m, 25m und 19m. Heute wird die Funkanlage Nauen von der Firma Media Broadcast betrieben, die zu Freenet gehört. Insbesondere der große Klinkerbau von Architekt Hermann Muthesius wird immer wieder gern als Kulisse für Filmaufnahmen gebucht. "Kleo" für Netflix wurde hier in Teilen gedreht. Aber auch für die "Tribute von Panem 5. Teil" wurden hier Szenen aufgenommen. Der Hauptkunde ist heutzutage die Radiostation "Adventist World Radio", die von Adventisten aus Amerika betrieben wird. Die religiöse Gemeinschaft hat mehrere Sender in Europa und auf der ganzen Welt angemietet. Ende letzten Jahres haben sie das ganze Europa-Portfolio gekündigt und wollten alle Sendestationen in Europa abschalten. In Nauen gab es auch Einbußen. Aber jetzt sind die Adventisten wieder da – und es geht doch wieder unvermindert weiter. Übertragen werden die religiösen Sendungen vor allem nach Afrika. Es gibt auch noch andere kirchliche Sender, die von Nauen aus ihre Spezialprogramme verbreiten. Ein großer Hauptkunde ist auch der japanische Staatsrundfunk NHK, der von Nauen aus ein Programm etwa in die Ukraine und nach China sendet. Kurios ist das: Einmal im Jahr kommt ein privater Kunde aus den Niederlanden, um hier in Nauen, am Tag des offenen Denkmals, eine gut zweistündige Privat-Sendung in den Äther zu schicken. Auch den Kurzwellensender ORS Moosbrunn im Nachbarland Österreich hat es nun leider erwischt. Bis zum 31.12.2024 diente er noch für einige internationale Radiokunden und schon kurz danach am 28.01.2025 wurde die Drehstandantenne erfolgreich vernichtet. Sie konnte auf einer Seite für die Wellenlängen 49, 41 und 31 m benutzt werden, auf der anderen Seite für 25, 19, 16 und 13 m. Die maximale Sendeleistung betrug 500 kW. Was bleibt, sind Erinnerungen sowie Fotos und Videos. Kleine Kurzwellensternchen gibt es aktuell noch in Deutschland: Sender "Europa 24" auf der Kurzwelle im 49 m Band auf der Frequenz 6150 kHz und einer Sendeleistung von 0,25 kW wird täglich von 7 bis 17 Uhr in deutscher Sprache gesendet. Das Programm besteht aus viel Musik, Nachrichten und Wettervorhersagen für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der Sender befindet sich in Datteln im nördlichen Ruhrgebiet im Zentrum des Landes Nordrhein-Westfalen. Sender "Radio Channel 292" auf der Kurzwelle im 49m Band auf der Frequenz 6070 kHz (10 kW), im 31m Band auf 9670 kHz (10 kW) und im 75m Band auf 3955 kHz (1 kW) ist er täglich rund um die Uhr auf Sendung. Der Sender befindet sich in Rohrbach/Waal Nähe Manching in Bayern. Kleiner Tipp... Wer gerne mal selbst ein wenig in den besagten Rundfunkbändern stöbern möchte, ohne sein Dampfradio in Betrieb nehmen zu müssen, kann dies über das Internet machen. Viele nette Leute haben die Möglichkeit dazu geschaffen um auf sogenannte SDR-Empfänger zugreifen zu können, die einfach per Browser gesteuert werden. Auf WebSDR kann man verschiedene SDR-Radios auswählen. Noch eine wichtige Webseite ist SHORT-WAVE.info. Dort kann man allen weltweiten Kurzwellenstationen in Echtzeit finden. In der Suchmaske kann man komfortabel nach allen möglichen Parameter suchen. Diese werden dann in einer Liste aufgeführt und es wird angezeigt ob sie gerade On-Air sind, oder die Uhrzeit von wann bis wann sie senden. Ein kleines verstecktes Gadget gibt es auch, denn wenn man auf die entsprechende Länderflagge klickt, öffnet sich Google-Maps mit den genauen Koordinaten des Senders. Links zu anderen tollen Seiten zu diesem Thema. Es gibt ein paar wirklich tolle Seiten im Internet die auf ganz interessante Weise erzählen, wie und wo die ersten Rundfunksender entstanden sind. Natürlich auch solche, die es in der Zwischenzeit nicht mehr gibt. Ich habe schon viele Stunden, teilweise bis spät in die Nachtstunden, vor meinem Monitor gesessen und geschmökert. Toll gemachte Homepage mit vielen nostalgischen Radiosachen. Ich habe mir dort die halbe Nacht um
die Ohren geschlagen... Eine nette Seite mit vielen Bildern deutscher Dampfradios: RadioWiki Eine sehr schöne Homepage aus Österreich mit Geschichten über das Dampfradio sowie deren damaligen Rundfunksendern, u.a. auch der Sender Moosbrunn bei Wien, ist auf folgender Seite zu finden: Dampfradio - Geschichte(n) Weiter zur
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